am 05.05.1899
Nicolas hatte er versehentlich einen Herren angerempelt. Manchmal passierte dem Franzosen genau das, wenn er zu sehr in seine Gedanken verstrickt war. Und entsprechend seiner Profession war er direkt besorgt, dass er dem anderen eventuell ein Leid zugefügt hatte. "Schon in Ordnung." Doch es schien ihm, laut eigener ansage gut zu gehen. Das war etwas Gutes. Wäre ja noch besser gewesen, wenn der Arzt hier in dem Dorf den ersten Unfall verursacht hätte. „Das Beruhigt mich. Wäre ja noch schöner gewesen, wenn der Arzt der Stadt den ersten Unfall selbst verursacht.“, saget er mit einer beeindruckenden Mischung aus Verlegenheit und Humor.
„Ich hänge meist zu sehr in meinem Kopf und bemerkte dann meine Umgebung nicht ganz bewusst. Meine Frau hat mich oft genug ermahnt aber manchmal passiert es dennoch. “, und auch wenn Nic jetzt so darüber sprach, hörte er die sanften, tadelnden Worte von Sinopa. Ein Umstand der ihn ein wenig Schmunzeln ließ.
Ah, ein Penny war also Schuld. Kurz folgte er dem Fingerzeig zum Boden, hob dann den Blick wieder in das Gesicht des Mannes. „Nun dann hoff ich für Sie, dass er ihnen mehr Glücklich bringt als bei unserem Zusammenstoß.", sagte er dann ehrlich hoffend. Warum sollte er dem Mann auch etwas Böses wollen? Sein Blick ging bei der Frage des Mannes zu seinem Beutel und dann hob er den Blick wieder. „Das ist ein Medizinbeutel des Indianerstammes. Ich bewahre dort einige meiner wichtigen Utensilien auf, die ich für meine Arbeit brauche. Bevor ich meine Stelle hier angetreten habe, habe ich eine Forschungsarbeit über die Heilpflanzen und Methoden der Indianer geschrieben. Da habe ich mir diesen Beutel selbst gemacht.“, eine Geschichte die er ohne zu zögern erzählte. Denn es gehörte zu ihm. Es war seine Geschichte und die seiner Frau. Die Frau die er so sehr liebte. Und das der gute Doctor bisher noch nie in der Kirche gesehen worden war, war kein großes Geheimnis. Sein Blick blieb die ganze Zeit auf den anderen Mann gerichtet, „Wenn sie Fragen haben, stellen Sie diese ruhig.“, bot er an ohne zu zögern. Legte dann neugierig den Kopf etwas schief, „Womit verdienen sie ihr Geld?“, fragte Nic einfach um das Gespräch weiter zu führen in das er sich ja versehentlich verstrickt hatte, es inzwischen aber genoss.






